DAS DEMOKRATISCHE WELTPARLAMENT

von Andreas Bummel & Jo Leinen

Das neue Standardwerk zur Geschichte, Relevanz und Umsetzung der Idee eines Weltparlaments. Eine kosmopolitische Vision, die aktueller nicht sein könnte.

Seit März 2017 im Buchhandel, Dietz-Verlag, 464 Seiten, 26,00 Euro

Andreas Bummel ist für seinen Einsatz für ein Weltparlament bekannt.

Er ist Mitgründer und Geschäftsführer von Demokratie ohne Grenzen (vormals Komitee für eine demokratische UNO) und leitet die internationale Kampagne für eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen.

Er schreibt und spricht regelmäßig über globale Demokratie.

Mit seinem Buch „Das demokratische Weltparlament: Eine kosmopolitische Vision“ ist 2017 eine umfassende Darstellung erschienen (mit Jo Leinen).

Andreas Bummel ist Mitglied im Council des World Federalist Movement-Institute for Global Policy in New York.

Andreas Bummel wurde 1976 in Kapstadt, Südafrika, geboren und zog im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie in die Nähe von Frankfurt am Main in Westdeutschland. Schon als Kind wurde ihm die Gefahr eines Atomkrieges zwischen Ost und West bewusst. Der Fall der Mauer 1989 und der Sieg über die Apartheid in Südafrika beeindruckten ihn sehr.

Das Entsetzen über die Unfähigkeit der Vereinten Nationen, die Völkermorde in Bosnien ab 1992 und in Ruanda im Jahr 1994 zu verhindern, führte ihn schließlich zum World Federalist Movement, WFM – einer 1947 gegründeten NGO, die sich für globale Rechtsstaatlichkeit und Demokratie einsetzt. Eines der Hauptziele des WFM war die Etablierung des Internationalen Strafgerichtshofes. Seit 1995 koordiniert das WFM die internationale NGO-Koalition, die sich für das Gericht einsetzt. Seit 1998 ist Andreas Bummel Mitglied im Council der Organisation.

Ab 1997 kam er mit der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV, in Verbindung, die zu den größten Menschenrechtsorganisationen Deutschlands zählt. Die GfbV war eine der ersten NGOs, die ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft gegen den Völkermord und ethnische Säuberungen in Bosnien forderte. Die Gesellschaft setzt sich weltweit für Minderheiten ein. Von 1998 bis 2008 war Andreas Bummel GfbV-Koordinator für UN-Reform und 2009 war er Vorstandsmitglied.

Zusammen mit anderen Weltföderalisten gründete Andreas Bummel 2003 das Komitee für eine demokratische UNO, KDUN. In der Grundsatzerklärung hieß es, dass die Mitglieder in der Vision einer Welt vereint sind, „in der Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Subsidiarität, Föderalismus, Menschenrechte und Frieden global institutionalisiert und gewährleistet sind.“

Gemeinsam mit verschiedenen Partnern weltweit startete das KDUN 2007 die internationale Kampagne für eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen, CUNPA. Diese wird heute unter anderem von rund 1.500 Abgeordneten aus mehr als 100 Ländern unterstützt. Als Koordinator der Kampagne hat Andreas Bummel die internationalen Konferenzen über eine UN-Parlamentarierversammlung organisiert, die 2007 in Genf, 2008 in Brüssel, 2009 in New York, 2010 in Buenos Aires und 2013 erneut in Brüssel stattfanden.

Von 2001 bis 2006 war er als Analyst bei der Unternehmensberatung FutureManagementGroup, FMG, tätig. Beim Pharma- und Chemiekonzern Hoechst, aus dem später unter anderem die Sanofi-Aventis-Gruppe hervorgangen ist, hat er eine kaufmännische Ausbildung absolviert und in der Abteilung für das Qualitätsmanagement gearbeitet.

Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit und seinen anderen Aktivitäten studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Mainz und war auf Völkerrecht und Gesellschaftsrecht spezialisiert.

2001 und 2002 war er ein Stipendiat der Deutschen Studienstiftung, verließ die Universität aber schließlich ohne Abschluss, um sich ganz auf seine politische Arbeit konzentrieren zu können. Seit 2006 engagiert er sich hauptberuflich für globale Demokratie und Weltföderalismus.

2012 wurde Andreas Bummel von der Weltakademie der Künste und Wissenschaften, WAAS, in Anerkennung seiner Arbeit für ein Weltparlament als Mitglied gewählt und 2015 von der Gesellschaft für bedrohte Völker zum Ehrenmitglied ernannt.

Er ist Beiratsmitglied des 2015 gegründeten World Government Research Network, WGRN, das den akademischen Dialog über globale politische Integration fördern will.

Das von Andreas Bummel geleitete KDUN wurde 2017 zu Democracy Without Borders, DWB, umbenannt. Mit einem neuen Mandat will sich die Organisation neben ihrer Arbeit für ein Weltparlament auch für die Förderung und Stärkung der Demokratie im Allgemeinen einsetzen.

Kulturzeit auf 3sat

In der Sendung Kulturzeit hat sich Peter Schneeberger am 03.06.2017 mit Andreas Bummel über die Frage eines Weltparlaments unterhalten. Hier ist das Interview in der Mediathek. Gesendet wurde außerdem diese schöne 2-Minuten-Einführung.

Telepolis und die taz

Ist ein demokratisches Weltparlament der Ausweg aus der Krise der globalen Politik? Bericht und Interview mit Andreas Bummel hier bei Telepolis. Gerrit Wustmann hat außerdem diese Rezension für die taz verfasst („dieses Buch ist ein Gewinn“).

Buchbesprechungen

Unser Buch „Das demokratische Weltparlament“ wurde bei Spiegel Online („enzyklopädisch und leidenschaftlich“), der Süddeutschen Zeitung („wichtig und lesenswert“) und bei Infosperber („äußerst informativ“) besprochen. Weitere Kommentare finden sich hier.

Wiesbadener Kurier und HNA

Ein Parlament für die ganze Welt – Artikel im Wiesbadener Kurier zur Vorstellung des Buches „Das demokratische Weltparlament“ in Hochheim am 28.03.2017 und hier ein Bericht aus der HNA über einen Vortrag am 12.05.2017 bei der Stiftung Adam von Trott in Imshausen.

der Freitag

Die Menschheit braucht eine Stimme – Andreas Bummel kämpft mit der UNPA-Kampagne für ein Weltparlament, in dem alle Menschen die gleichen Stimmrechte haben, hier im Interview mit Katja Kullmann, 20.10.2016

Zeitschrift Vereinte Nationen

Auf dem Weg zu einem Weltparlament? (PDF) Der Vorschlag zur Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei den UN, Beitrag in der Zeitschrift Vereinte Nationen Nr. 5/2010.