DAS DEMOKRATISCHE WELTPARLAMENT

von Andreas Bummel & Jo Leinen

Das Buch zur Geschichte, Relevanz und Umsetzung der Idee eines Weltparlaments. Eine kosmopolitische Vision, die aktueller nicht sein könnte.

Seit März 2017 im Buchhandel, Dietz-Verlag, 464 Seiten, 26,00 Euro.

„Ein wichtiges und exzellentes Buch. Das Projekt für ein Weltparlament hat meine volle Unterstützung.“ — Jean Ziegler

In Kürze: Online, 20.05.2021

Andreas Bummel ist für seinen Einsatz für ein Weltparlament bekannt.

Er ist Mitgründer und Geschäftsführer von Democracy Without Borders und leitet die internationale Kampagne für eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO. Er ist außerdem einer der Initiatoren und Koordinatoren der Kampagne für eine UN-Weltbürgerinitiative.

Mit seinem Buch „Das demokratische Weltparlament: Eine kosmopolitische Vision“ ist 2017 eine umfassende Darstellung erschienen (mit Jo Leinen).

Er schreibt und spricht regelmäßig über globale Demokratie. 

Andreas Bummel wurde 1976 in Kapstadt, Südafrika, geboren und zog im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie in die Nähe von Frankfurt am Main in Westdeutschland. Schon als Kind wurde ihm die Gefahr eines Atomkrieges zwischen Ost und West bewusst. Der Fall der Mauer 1989 und der Sieg über die Apartheid in Südafrika beeindruckten ihn sehr.

Das Entsetzen über die Unfähigkeit der Vereinten Nationen, die Völkermorde in Bosnien ab 1992 und in Ruanda im Jahr 1994 zu verhindern, führte ihn schließlich zum World Federalist Movement, WFM – einer 1947 gegründeten NGO, die sich für globale Rechtsstaatlichkeit und Demokratie einsetzt. Eines der Hauptziele des WFM war die Etablierung des Internationalen Strafgerichtshofes. Von 1995 bis 2021 hat das WFM die internationale NGO-Koalition koordiniert, die sich für das Gericht einsetzt. Von 1998 bis 2018 war Andreas Bummel Mitglied im Council der Organisation.

Ab 1997 kam er mit der Gesellschaft für bedrohte Völker, GfbV, in Verbindung, die zu den größten Menschenrechtsorganisationen Deutschlands zählt. Die GfbV war eine der ersten NGOs, die ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft gegen den Völkermord und ethnische Säuberungen in Bosnien forderte. Die Gesellschaft setzt sich weltweit für Minderheiten ein. Von 1998 bis 2008 war Andreas Bummel GfbV-Koordinator für UN-Reform. 2009 sowie von 2017-2019 war er Vorstandsmitglied.

Zusammen mit anderen Weltföderalisten gründete Andreas Bummel 2003 das Komitee für eine demokratische UNO, KDUN. In der Grundsatzerklärung hieß es, dass die Mitglieder in der Vision einer Welt vereint sind, „in der Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Subsidiarität, Föderalismus, Menschenrechte und Frieden global institutionalisiert und gewährleistet sind.“

Gemeinsam mit verschiedenen Partnern weltweit startete das KDUN 2007 die internationale Kampagne für eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen, CUNPA. Diese wurde unter anderem von über 1.600 Abgeordneten aus mehr als 120 Ländern unterstützt. Als Koordinator der Kampagne hat Andreas Bummel die internationalen Konferenzen über eine UN-Parlamentarier­versammlung organisiert, die 2007 in Genf, 2008 in Brüssel, 2009 in New York, 2010 in Buenos Aires und 2013 erneut in Brüssel stattfanden.

Von 2001 bis 2006 war er als Analyst bei der Unternehmensberatung FutureManagementGroup, FMG, tätig. Beim Pharma- und Chemiekonzern Hoechst, aus dem später unter anderem die Sanofi-Aventis-Gruppe hervorgangen ist, hat er eine kaufmännische Ausbildung absolviert und in der Abteilung für das Qualitätsmanagement gearbeitet.

Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit und seinen anderen Aktivitäten studierte er Rechtswissen­schaften an der Universität Mainz und war auf Völkerrecht und Gesellschaftsrecht spezialisiert.

2001 und 2002 war er ein Stipendiat der Deutschen Studienstiftung, verließ die Universität aber schließlich ohne Abschluss, um sich ganz auf seine politische Arbeit konzentrieren zu können. Seit 2006 engagiert er sich hauptberuflich für globale Demokratie und Weltföderalismus.

2012 wurde Andreas Bummel von der Weltakademie der Künste und Wissenschaften, WAAS, in Anerkennung seiner Arbeit für ein Weltparlament als Mitglied gewählt und 2015 von der Gesellschaft für bedrohte Völker zum Ehrenmitglied ernannt.

Er ist Beiratsmitglied des 2015 gegründeten World Government Research Network, WGRN, das den akademischen Dialog über globale politische Integration fördern will.

Unter der Leitung von Andreas Bummel wurde das KDUN 2017 Teil von Democracy Without Borders, DWB. Die Organisation will sich neben ihrer Arbeit für ein Weltparlament auch für die Förderung und Stärkung der Demokratie im Allgemeinen einsetzen. Inzwischen gibt es nationale Vereinigungen in Deutschland, Schweden, Schweiz und Kenia.

Andreas Bummel ist einer der Initiatoren der Kampagne für eine UN-Weltbürgerinitiative, siehe hier, die DWB 2019 in Zusammenarbeit mit Democracy International und CIVICUS gestartet hat.

Für eine Europäische Föderation

Anlässlich des Europatages 2021 hat Andreas Bummel hat den Appell für eine demokratische und souveräne Europäische Föderation unterzeichnet

Jetzt im Buchhandel

Die deutsche Ausgabe der Studie von Maja Brauer und Andreas Bummel über eine parlamentarische Versammlung der UN ist jetzt im Buchhandel erhältlich

Wahl des UN-Generalsekretärs

Andreas Bummel wird in diesem Bericht der Deutsche Welle zitiert über die Forward-Kampagne, die eine Kandidatur von Rosalia Arteaga aus Ecuador unterstützt

Podcast über globale Integration

In diesem Podcast von Augusto Lopez-Claros vom Global Governance Forum spricht Andreas Bummel über globale Identität und die Herausforderungen globaler Integration

Ein Club der Demokratien

In diesem Gastkommentar in der taz plädiert Andreas Bummel für einen Club der Demokratien, der sich nach innen und außen um eine Stärkung der Demokratie bemüht

Global Governance Forum

In diesem gemeinsamen Beitrag veröffentlicht vom Global Governance Forum argumentieren Augusto Lopez-Claros und Andreas Bummel für eine Welt-Parlamentarier­versammlung

Freilassung von Alexey Navalny

Andreas Bummel hat einen Brief an die EU-Führung mit unterschrieben, damit sich diese für eine Freilassung von Alexey Navalny einsetzt und gegen Polizeigewalt gegen friedliche Proteste in Russland

Neue Studie veröffentlicht

Zusammen mit Maja Brauer hat Andreas Bummel eine neue Studie zur Etablierung einer Parlamentarischen Versammlung bei der UNO verfasst

Athens Democracy Forum

Beim Athens Democracy Forum 2020 hat sich Andreas Bummel für globale Demokratie ausgesprochen. Die New York Times hat hier darüber berichtet.

Beitrag bei AlJazeera

Auf AlJazeera.com schreibt Andreas Bummel, dass es einen Kampf gibt zwischen den Kräften der Autokratie und des Nationalismus auf der einen Seite und jenen der Demokratie und des globalen Bewusstseins auf der anderen

Demokratische Revolution

In diesem Artikel schreiben Daniel Jositsch und Andreas Bummel, dass es Zeit ist für eine „globale demokratische Revolution“. International veröffentlicht u.a. bei IPS und The Manila Times.

CNN und US-Wahlen

Andreas Bummel wird hier bei CNN zitiert über die US-Wahlen im November und die Behauptungen von Trump, das sie manipuliert werden könnten

Kommentar zu Guterres

Kommentar zu einer Rede des UN-Chefs: dieser müsse Maßnahmen ergreifen, „um die Vertretung und Beteiligung der Bürger*innen der Welt bei der UN zu verbessern“

#DefendDemocracy

Andreas Bummel unterstützt den globalen Aufruf zur Verteidigung der Demokratie und ist einer der ErstunterzeichnerInnen. Update: Video-Statement auf Twitter